80 Jahre TuS Homburg-Bröltal - Eine Erfolgsstory
Nach der Vereinsgründung 1927 und den Wirren des Krieges, nahm die Vereinsgeschichte in den 50er Jahren Gestalt an. Ab dem Jahre 1954 wurde das Handballspiel eingestellt und fortan stand „König Fußball“ ganz im Blickpunkt. Darüber hinaus waren einige bauliche Veränderungen vonnöten. Dem Bau des vereinseigenen Jugendheimes im Ort Grötzenberg (1955), der Einweihung der Sporthalle in Grötzenberg (1959) und dem Umbau des „Naturplatzes“ in einen modernen Aschenplatz (1968) folgte dann auch der erste sportliche Erfolg. Im Folgejahr 1969 schaffte der THB erstmals den Sprung in die erste Kreisklasse, und anschließend wurden sogar Ambitionen für den weiteren Aufstieg zur Bezirksklasse angemeldet.
1975 folgte dann allerdings der Abstieg in die zweite Kreisklasse, wo man sich fortan immer in den oberen Regionen ansiedeln konnte. Im Jahre 1984 wurde dann das heutige Vereinsheim auf dem derzeitigen Sportgelände „auf dem Grötzenberg“ hoch oben in den Wäldern eingeweiht, aber der sportliche Aufschwung ließ weiter auf sich warten. Ganz im Gegenteil: Mit dem Abstieg in die C-Klasse (1993) war der Tiefpunkt erreicht. Nun konnte es nur noch aufwärts gehen, und das tat es auch. Nach dem direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga B, legte die erfolgreiche Jugendarbeit den Grundstein für glorreiche Zeiten. Die B-Jugend (1996) und A-Jugend (1997) gewannen den Kreispokal, und im Jahre 1998 hatten die Grötzenberger dann richtig Grund zum Feiern.
Die A-Jugendlichen schafften 1998 den sensationellen Aufstieg in die Verbandsliga und im gleichen Jahr konnte sich die erste Mannschaft wieder in die höchste oberbergische Spielklasse kicken. Unter der Regie von Erfolgstrainer Dieter Jacobs, der bis zum heutigen Tag nicht nur als Trainer der ersten Mannschaft Verantwortung trägt, sondern auch ehrenamtlich eine große Stütze für die Vorstände im Jugend- und Gesamtvorstand ist, nahm die Erfolgsgeschichte dann Fahrt auf.
Ihm gelang es, mit Hilfe der eigenen Jugendspieler kontinuierlich die sportliche Steigerung voranzutreiben, und die Früchte konnten schnell geerntet werden. 2000 wurden die Bröltaler Kreismeister, stiegen damit in die Bezirksliga auf, und die Reserve qualifizierte sich gleichzeitig für die Kreisliga B.
Nun waren die Bröltaler da, wo sie immer hinwollten, und auch der Abstieg aus der Bezirksliga 2002 wurde im Folgejahr umgehend „korrigiert“. Darüber hinaus konnte sich der THB 2002 zum ersten Mal in Gummersbach den Kreispokal sichern, und zwei Jahre später wurde dieser Erfolg sogar wiederholt. Aber damit noch lange nicht genug, denn der THB sollte sich alsbald auch auf Mittelrheinebene einen Namen machen. Am 23. November 2002 lockte die Partie gegen den SC Fortuna Köln 850 Zuschauer auf den heimischen Sportplatz und diese feierten ihr Team trotz der 1:6-Niederlage. Beim zweiten Anlauf am 20. November 2004 wurde der SCB Preußen Köln sogar mit 2:0 bezwungen, und erst in der zweiten Runde war gegen die Amateure von Bayer Leverkusen vor der neuen Rekordkulisse von 900 Zuschauern beim mehr als achtbaren 0:2 Endstation.
Mittlerweile hatte sich die erste Mannschaft fest im oberen Bereich der Bezirksliga etabliert und avancierte damit zu einer der ersten Adressen im oberbergischen Fußball. Und das alles, ohne den sprichwörtlichen Gemeinschaftssinn zu verlieren. Darüber hinaus mauserte sich der oberbergische Zuschauerkrösus auch zum Hallenkönig mit zahlreichen Erfolgen, darunter zwei Kreispokalsiege, unter dem Dach.
Im Jahr des 80jährigen Bestehens kann sich der aktuelle sportliche Leistungsstand mehr als sehen lassen. Drei Senioren- und acht Jugendmannschaften stehen beim THB im Spielbetrieb, und seit dem letzten Jahr gibt es auch ein Damenteam. Darüber hinaus runden die ebenfalls stark vertretenen sechs Breitensportabteilungen das umfangreiche Vereinsbild ab. Die sportlichen Erfolge und die stetig wachsenden Mitgliederzahlen im Jugend- und Seniorenbereich sind nicht nur der gewachsenen Vereinsstruktur, sondern auch dem seit über 25 Jahren unverändert gebliebenem „persönlich haftendem“ Vorstandsteam und den seit vielen Jahren ehrenamtlichen Helfern zu verdanken.
Die Vision „THB 2010“ steht also auf einer breiten Basis, so dass man wohl auch in Zukunft die sportliche Erfolgsstory fortführen kann.

